Traumapuzzle ...wo gehts hier zum "sicheren Ort?"

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      Traumapuzzle ...wo gehts hier zum "sicheren Ort?"

      Hallo

      Ich möchte euch mein Traumapuzzle vorstellen. Im Folgenden Auszüge aus meiner dazugehörigen homepage www.traumapuzzle.de

      wenn es jemand weiterhilft, könnt ihr gerne die Seiten ausdrucken und auf z.b Pappe aufkleben. Auch damit kann man arbeiten.

      Derzeit besteht eine lange Wartezeit, falls jemand ein Puzzle bestellen wolte. Aber Ich erkläre gerne wie man es selbst bauen kann.

      Das Traumapuzzle ist ein aus Holz gefertigtes Puzzle auf vier Ebenen. Es wird von Hand mit Acrylfarbe coloriert und mit Klarlack fixiert. Es hat eine Größe von ca. 27 x 24 x 2,5cm.

      Jede Ebene symbolisiert einen Aspekt der Traumaarbeit und verdeutlicht die Notwendigkeit der einzelnen aufeinander aufbauenden Schritte. So kann das Puzzle TherapeutInnen darin unterstützen, einzelne Schritte zu veranschaulichen. Während das Puzzle gemeinsam gelegt wird, können die Puzzleteile helfen den einzelnen Aspekten einen Namen zu geben, Worte zu finden und ins Gespräch zu kommen.

      Auf diese Weise kann das Puzzle eine Brücke sein: Von der Erkenntnis "Ich lebe", über "Das was Früher war und was Heute ist", dem darüber Nachdenken, wie ich gut für mich sorgen und achtsam mit Körper und Seele umgehen kann, bis hin zu einem Bild der Zuversicht "Es gibt mehr in mir als Dunkelheit - da ist Licht- Wachstum und Hoffnung"!!!

      Das Traumapuzzle kann als Hilfe für Imaginationsübungen verwendet werden. Durch die Veranschaulichung einzelner aufeinander aufbauender Schritte, kann Schritt für Schritt ein Weg zu heilsamen inneren Bildern gegangen werden.

      Es macht aber auch einfach nur Spaß das Puzzle zu legen! Die einzelnen Teile fühlen sich in der Hand gut an und die leuchtenden Farben laden ein, einen imaginären Ausflug an einen schönen sicheren Ort zu machen.




      Das Traumapuzzle kann bei Imaginationsübungen, z. B. sicherer Ort, unterstützen. Die obere Ebene, auf der ein Beispiel für einen sicheren Ort dargestellt ist, kann erst dann gelegt werden, wenn die darunter liegenden Ebenen zusammengesetzt wurden.

      Wenn positive Bilder nicht entstehen oder in belastende Bilder umkippen, kann mit Hilfe des Puzzles überprüft werden, ob noch etwas gemacht werden muss, bevor die Visualisierungsübung gelingen kann:

      Zunächst überprüfe ich die Achtsamkeitsebene (Körper und Sicherheit) und fühle nach, ob die Sitzhaltung angenehm ist oder ob z.B. noch eine Decke benötigt wird. Ich überprüfe, ob ich noch etwas trinken möchte oder den Raum abschließen sollte, je nach Bedürfnissen und Gewohnheiten des Einzelnen. Stimmen die Bedingungen und die Übung gelingt dennoch nicht, kontrolliere ich, ob belastende Erinnerungen sicher genug verpackt sind oder ob sie zuviel Raum in mir einnehmen. Belastende Erinnerungen, Bilder und Gefühle werden vom Heute getrennt und sicher verpackt (z.B. Tresorübung), denn heute weiß ich, dass ich lebe und dieses Leben möchte ich immer mehr selbst bestimmen. Ist das Belastende sicher verpackt, kann ich über die Achtsamkeit zurück auf meine Übung kommen und mich auf positive Bilder konzentrieren. Das Puzzle kann mir helfen, geordnet Schritt für Schritt zu überprüfen, was jetzt gerade ist. Dabei sehe und fühle ich in meinen Händen die einzelnen Teile, die mir dabei helfen, den Bezug zur Gegenwart zu behalten, als ein sichtbares Zeichen, dass ich die Dinge sortieren und einordnen kann.

      Wenn mann alle Puzzleteile haraus nimmt beginnt man die erste, unterste Ebene:




      <IMG align="top" src="http://www.objektsinn.de/traumapuzzle/Bilder/Lebe.gif" />

      Mit diesen Worten auf der Bodenplatte beginnt das Traumapuzzle. Dies ist der Ausgangspunkt für alle weiteren Schritte:

      Egal was ist- ich lebe- darauf will ich aufbauen.

      Menschen, die ein Trauma nicht verarbeitet haben, leiden immer wieder unter den Gedanken, Bildern und Gefühlen, die mit den traumatischen Erfahrungen zusammenhängen. Die innere Welt ist eine Welt voll Schrecken, die oft das Gefühl des Abgestorbenseins hinterlassen. Sie können sich und andere häufig nicht mehr richtig fühlen und leiden unter der Gefühlstaubheit. Doch trotz all dem was geschehen ist, trotz all der belastenden Gefühle oder Erinnerungen:

      "Ich lebe"

      In mir ist, neben all der Dunkelheit, neben all dem Schrecken, etwas nicht kaputt gegangen, ein Kern, der nicht zerstört werden konnte und der wachsen will, der Raum haben möchte, der das Innere mit Licht erfüllen will und der Kraft hat. Festzustellen und sicherzustellen, dass man lebt und in einem etwas ist, das wachsen möchte, ist für viele schon ein schwieriger Schritt, da es sich so oft anders anfühlt. Umso wichtiger ist es, sich diese Aussage immer wieder bewußt zu machen- im Alltag, nach einem Flashback oder auch während man über belastende Dinge nachdenkt oder redet. Wenn die Angst so groß ist, dass man vergisst wie man aus einer bestimmten Situation herausgekommen ist, ist es wichtig sich deutlich zu machen, dass man es überlebt hat und nun leben kann.

      Traumapuzzle Teil 2

      Darüber kommt die nächste Ebene:


      <IMG align="top" src="http://www.objektsinn.de/traumapuzzle/Bilder/Frueher.gif" />

      Es ist wichtig das Früher vom Heute unterscheiden zu lernen. Die Vergangenheit beeinträchtigt das Leben im Hier und Heute noch immer, da alte Gefühle und Bilder es erschweren im Heute Fuß zu fassen. Darum sollte immer wieder überprüft werden, ob Verhaltensweisen, die einmal wichtig und sinnvoll waren, weil sie das Überleben sicherten, heute noch immer weiterhelfen oder ob es gewagt werden kann, Neues hinzuzulernen, neue Schritte zu wagen, sich bei alten Verhaltensmustern zu bedanken und sie hinter sich zu lassen. Es hilft im Heute anzukommen, wenn man Altes, Belastendes erkennt und wenn man versteht, wie es das eigene Handeln prägt.

      Das F auf dieser Ebene, welches für das Früher, die Vergangenheit oder die Traumatisierung steht, ragt in das H für Heute hinein, da die Gegenwart durch das Vergangene beeinflusst wird und oft noch viel Raum beansprucht, (z.B. in Form von Körperempfindungen, Gefühlschaos, Erinnerungen oder Verhaltensweisen…).

      Beide, das F und das H, sind umspült von Gefühlen (Puzzleteile in Dunkelrot und Türkis), welche die Form der Buchstaben verändern - dies steht symbolisch für die Verzerrung der Wahrnehmung, die durch die belastenden Ereignisse entstanden sind.

      Darauf baut die nächste Ebene auf:




      <IMG align="top" src="http://www.objektsinn.de/traumapuzzle/Bilder/Achtsamkeit.gif" />

      Achtsamkeit bedeutet herauszufinden, welche Bedürfnisse ich habe und wie ich für meinen Körper und meine Seele sorge. Für Körper und Seele zu sorgen, heißt die eigenen Bedürfnisse, wie Nahrung, ausreichend Schlaf, Wärme und körperliche Betätigung zu spüren und ihnen nachzugehen.

      Auf dieser Ebene steht eine Figur in der Form eines K (wie Körper) im Vordergrund. Diese kann je nach Befinden als eine Figur gesehen werden, die ins Licht hinein tanzt oder die noch dabei ist ihre Balance zu finden, die noch Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht hat. Jedes dieser Puzzleteile kann zu einem Blick auf die eigene Achtsamkeit anregen, zum Beispiel können sie symbolisch für Nahrung, Wärme (eine Wärmflasche,…), Sicherheit (Tür abschließen, einen Vorhang vor ein Fenster hängen,…), seelisches Wohlbefinden (eine Lieblingsmusik hören, ein schönes Buch lesen,…) stehen. Alles was gut tut, was Sicherheit und Ruhe gibt, kann auf dieser Ebene benannt werden und dazu einladen darüber nachzudenken und aktiv diesen Bedürfnissen nachzugehen.

      Es ist für Betroffene oft schwierig, wahrzunehmen, welche Bedürfnisse zu ihnen gehören, da sie lange Zeit damit verbracht haben nicht so genau hinzufühlen. So wissen viele nicht, was ihnen gut tut oder sie trauen sich nicht, was sie wissen umzusetzen. Oft tauchen in Verbindung mit guten angenehmen Gefühlen auch schwierige Gefühle auf und es wird zum Balanceakt herauszufinden, wie viel Gutes und Angenehmes zugelassen werden kann. Nach und nach kann zurück gewonnen werden, was genommen wurde und aus dem vorsichtigen Balancieren kann ein Tanz werden, getragen von dem sicheren Gefühl: Es darf mir gut gehen! Ich selber kann dafür sorgen!

      Das führt zur abschließenden obersten Ebene:




      <IMG align="top" src="http://www.objektsinn.de/traumapuzzle/Bilder/Zuversicht.gif" />

      Ziel ist es ein positives Bild zu schaffen gegen all die belastenden inneren Bilder, die durch die Traumatisierung in den Betroffenen nachhallen.

      Es ist ein Bild in Anlehnung an verschiedene Imaginationsübungen (z. B. innerer Garten, Baumübung, sicherer Ort,…) und beinhaltet auch Elemente aus weiteren Übungen (Wasser, Licht, Wachstum, Hoffnung,…).

      Dieses Bild soll dazu motivieren, schöne innere Bilder zu suchen. Es möchte helfen, sich Gedanken zu machen, welche inneren Bilder für Sicherheit stehen und in welcher Umgebung Ruhe zu finden ist. Je klarer die Vorstellungen über einen solchen Ort in einem sind, desto sicherer und schneller kann dieser Ort aufgesucht werden, um an ihm auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen.

      Auch andere hilfreiche Bilder, z.B. die von einem freundlichen Begleiter, oder dem kleinen Stern, dessen warmes Licht einen umhüllt, können auf dieser Ebene Platz finden. (Auf Wunsch kann auch das Bild auf der oberen Ebene nach Ihren Vorstellungen verändert werden.)



      Herzliche, bunte Grüße

      Nuuri
      Hallo, freut mich sehr dass es einleuchtet,

      ich finde auch dass es gut erklärt was wie aufeinander aufbaut, und warum evtl eine Visualisierung/Imagination nicht gelingst, weil in den "unteren "Ebenen etwas von "verpuzzelt" ist

      liebe Grüße

      Nuuri